Palaa takaisin edelliselle sivulle

Die Ramadan - Lampen in Kairo

Zum Beginn des Fastenmonats

Alfred Huber, 24.9.2009





In diesem Jahr geht’s am 22. August los, etwas, das jeder (muslimische) Ägypter mit Begeisterung erwartet:  den Beginn des Fastenmonats Ramadan.

Für Europäer unvorstellbar ist die Begeisterung der Ägypter und vieler anderer Araber was religiösen Eifer betrifft. Die Leute freuen sich geradezu, fasten zu dürfen. Was soll das? Kann denn Fasten eine Freude sein?

Abdel Wahhab lebt im Stadtviertel Darb El Ahmar und dort ist auch das Zentrum für die Herstellung  der speziellen Ramadan-Lampen, der „Fawanis“ ( Singular: „Fanous“) 

„Ja, natürlich.“, sagt er, „die Gesetze Gottes sind dazu da, um den Menschen Freude zu bringen. Ein richtig religiöser Mensch freut sich, wenn er beten kann und danach das Gefühl hat: Gott sieht dieses Werk mit Genugtuung. Genauso ist es mit dem Fasten.  Wir fasten für Gott. Und freuen uns, wenn endlich die Fastenzeit kommt.“

Klar, Abdel Wahhab lebt vom Ramadan, seine Arbeit besteht darin, Ramadan-Lampen herzustellen. Dabei handelt es sich um ein bei Alt und Jung beliebtes Symbol des Fastenmonats, eine Lampe eben, die in keinem Haus fehlt. Und es gibt kaum einen Laden oder ein Geschäft in der ägyptischen Hauptstadt, wo während des Fastenmonats kein „Fanous“  hängt.

Im Kairoer Viertel Darb El Ahmar geht es in diesen Tagen rund: alle kommen hierher, um die Lampen zu kaufen. Ein grosser Teil wird aus Alt-Blech im Viertel selbst hergestellt und, wie Abdel Wahhab einräumt, gibt es sehr viel Konkurrenz. Hunderttausende Lampen – manche Schätzungen gehen sogar in die Millionen -  werden alljährlich verkauft und da spielt die Grösse der Lampe, die Verarbeitung und der Preis eine Rolle. Billiges Blech, billiges Glas, billige Farben und fertig sind die Lampen, die der 45-jährige Abdel Wahhab zusammen mit seinem Sohn Monir in einer kleinen Werkstatt produziert. Das uralte Knowhow lernt nun der kleine Monir, denn das Handwerk reicht zurück bis ins Mittelalter.

Geschichte der Ramadan-Lampen

ramadan1Angeblich war es der Kalif Al-Hakim Biamrillah, der um das Jahr 1000 n. Chr. die erste Stadtbeleuchtung in Kairo in Auftrag gegeben hat, und zwar um den nächtlichen Gang durch die Stadt während des Ramadans zu den Moscheen und zu privaten Festlichkeiten zu ermöglichen.

Eine andere Geschichte lautet, dass der gleiche Kalif ein nächtliches Ausgangsverbot für Frauen ausgesprochen hatte und dass es nur im Ramadan eine Ausnahme gab, aber auch nur dann, wenn vor ihnen ein Angehöriger mit einer Lampe ging, damit sich die Männer gegebenenfalls aus dem Staub machen konnten.

Und noch eine dritte Erklärung für die „Fawanis“ wird kolportiert:

ramadan keskiEs sollen die Kopten, die christlichen Ägypter gewesen sein, die mit ihren Weihnachtskerzen den Brauch der Ramadan-Lampen inspirierten.

Denn tatsächlich ist der Ramadan so etwas wie ein islamisches Weihnachten,  nur dauert das Feiern eben einen Monat lang. Auf lange Tage des Fastens und des Durstens – vor allem jetzt im Sommer ist dazu ein gesunder Körper die Grundvoraussetzung – folgen ebenso lange Nächte des Feierns und der Geselligkeit. Und nirgendwo im Orient kann man die festliche Stimmung des Ramadans besser erleben, als in Kairo und in Ägypten.








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