Palaa takaisin edelliselle sivulle

Alexandria und die Suche nach Alexander

Noch immer sucht man in Alexandria nach Einem: nach der glorreichen Vergangenheit.

Alfred Huber, 21.4.2009


Päivi Arvonen




Heute ist Alexandria zwar eine Großstadt wie jede andere am Mittelmeer, aber einstmals, ja, da war Alexandria die Beherrscherin der Welt. Das weiß heute jeder, mit dem man auf der Corniche, der Meeruferstraße, ins Gespräch kommt. Und die Heimat von Kultur und Zivilisation. Ausgangspunkt auch heutiger Strukturen und Erkenntnisse. Der Beginn der Moderne sozusagen.

Angefangen hat es im Jahre 331 vor Christus, als der damals 24-jährige Alexander dem Entwurf des Architekten Deinokrates zustimmte, der versprach eine „Megalopolis“ zu kreieren, in der griechische Kultur und uraltes pharaonisches Wissen miteinander wetteifern konnten.

Und so wurde Alexandria zur ersten wirklichen „Weltstadt“, lange vor Rom und ihren Nachfolgerinnen. Zwar dauerte es noch eine Weile, bis Alexandria auch zur religiösen Hauptstadt Ägyptens wurde und so das alte Memphis ablöste, aber der Aufstieg der Stadt zum größten Kultur- und Wissenszentrum der Antike war unvermeidlich.

Alexander selbst allerdings, sollte diese Stadt niemals bei Lebzeiten in ihrer Entfaltung sehen, denn bereits im Jahre 323 verstarb er in  Babylon, nach unzähligen Eroberungen und weiteren 34 Stadtgründungen, die den Namen des Herrschers tragen.
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Ptolemäus, ein enger Weggefährte Alexanders, konnte sich in den Thronwirren nach Alexanders Tod nicht nur als Herrscher Ägyptens und seiner damaligen Kolonien etablieren, sondern er setzte sich auch in den Besitz eines weiteren wertvollen Erbes: der mumifizierten Leiche Alexanders. Die ließ er feierlich in Alexandria, gleich neben dem Regierungsviertel, bestatten. Angeblich hatte Alexander ja in seinem Testament verkünden lassen, dass er neben seinem Vater „Amon“, dem ägyptischen Zeus, begraben werden wolle.  

Tatsächlich sollte dieses Grab Alexanders zum Schauplatz der spektakulärsten Pilgerfahrt der Antike werden: Fast alle der späteren Könige Ägyptens und der Kaiser Roms, erwiesen dem Welteroberer persönlich ihre Reverenz. Kaiser Augustus ließ nach dem Sieg über Kleopatra und Markus Antonius den Körper Alexanders aus dem Sarkophag heben, um eine neue goldene Krone auf das Haupt des Eroberers zu legen, wobei allerdings die Nase der Mumie abbrach. So berichten es die Historiker. Bis ins 3. nachchristliche Jahrhundert pilgerten die römischen Kaiser nach Alexandria, um sich hier quasi den Segen des Welteneroberers zu holen, ehe das prächtige Grabmal in Vergessenheit geriet.

Emporium Mundi

Ptolemäus der Erste, genannt „Sotér“ – „Der Retter“ erbaute nicht nur das Grabmal Alexanders, sondern er gab auch den Pharos, den Leuchtturm, zugleich eines der 7 Weltwunder der Antike, in Auftrag, so geschehen im Jahre 297 v. Chr. und 14 Jahre später beendet.

Und noch ein weiteres legendäres Bauwerk nahm um diese Zeit ihren Anfang, die Bibliothek von Alexandria – die bedeutendste wissenschaftliche Institution in hellenistischer Zeit.

Die Bibliotheca Alexandrina wurde übrigens vor wenigen Jahren – an fast gleicher Stelle – neu errichtet.  Mit großen Mühen, doch das Wunder gelang und heute ist diese Institution nicht mehr aus dem kulturellen Leben Ägyptens und der Arabischen Welt wegzudenken.

Hinzu kam die immense wirtschaftliche Bedeutung. Immerhin galt Ägypten damals auch als „Kornkammer der Völker“. Nicht nur für römischen  Historiker Strabo war Alexandria das „emporium mundi“- der „Marktplatz der Welt“.

 

Grab in Siwa

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Nicht nur in Alexandria, sondern auch in der Oase Siwa, unweit der Grenze zu Libyen, wurde  und wird nach dem Grab Alexanders gesucht.  Griechische Archäologen, die am meisten am Mythos Alexanders interessiert sind, glaubten vor wenigen Jahren sogar die Grabstelle gefunden zu haben. Immerhin ist der Amun-Tempel von Siwa der einzige Ort, wo Forscher glauben, den historischen Besuch Alexanders auf wenige Meter genau bestimmen zu können: er trat erwiesenermaßen - nach beschwerlicher Reise durch die Wüste - durch die Pforten in das „Allerheiligste“ dieses Tempels, um sich vom damals berühmten Orakel des Amun beraten zu lassen.

Die moderne Suche nach dem Grab Alexanders  

Doch zurück nach Alexandrien: Man hat bislang vom Alexandergrab auch deshalb keine konkreten Spuren gefunden, weil die exakte Lokalisierung des Grabes umstritten ist: Achilles Tatius schrieb im 2. vorchristlichen Jahrhundert, daß sich das Grab  an einem prominenten Platz an der Kreuzung der beiden damaligen Hauptstrassen der Stadt befindet.

Das ergäbe nach heutigen Angaben einen Ort in der Nähe der Nabi Daniel – Moschee. Tatsächlich werden unter der Moschee vermauerte Katakomben gezeigt, die der Volksmund mit dem Grab von „Dhul Qarnain“, dem auch im Koran erwähnten „Mann mit den zwei Hörnern“ – einer Umschreibung für Alexander - in Verbindung bringt.

Manche Fachleute sind der Meinung, eine Marmorstruktur im sogen. „lateinischen Friedhof“ könnte Teil des gesuchten Grabmals sein. Doch auch dafür fehlt der letzte Beweis.

Und so suchen die Forscher weiter und hoffen auf die „Entdeckung des Jahrtausends“, wie Prof. Mostafa Abbadi, Professor für klassische Studien an der Universität Alexandria, sagt.

In diesen Tagen sorgt aber bereits eine andere Sensation aus Alexandria für Furore: Angeblich hat man endlich das ebenfalls legendäre Grab von Kleopatra und Markus Antonius lokalisiert: In Taposiris Magna, vor den Toren Alexandria`s.

 








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